Mittelschulen verdienen mehr Respekt – Weiterentwicklung ist wichtiges Signal

Kultusministerium legt Bericht vor - MdL Norbert Dünkel begrüßt Initiative „Mittelschule – stark für jeden Weg"

30.04.2026 | München / Nürnberger Land
MdL Norbert Dünkel freut sich über die Stärkung der Mittelschulen in Bayern. Foto: M. Keilholz
MdL Norbert Dünkel freut sich über die Stärkung der Mittelschulen in Bayern. Foto: M. Keilholz

Norbert Dünkel, Mitglied des Bayerischen Landtags und Mitglied im Bildungsausschuss, begrüßt den Zwischenbericht des bayerischen Kultusministeriums zur Weiterentwicklung der bayerischen Mittelschulen. Die Initiative „Mittelschule – stark für jeden Weg" sei ein längst überfälliges und starkes Signal für einen Schultyp, der das Rückgrat der beruflichen Bildung in Bayern bilde – und der endlich die Anerkennung bekomme, die er verdiene.

„Wenn ich Schulen im Landkreis besuche, dann sind das ganz häufig Mittelschulen", sagt Dünkel. „Wer Mittelschulen besucht, erlebt eine Schulform, die täglich unter Beweis stellt, was gute Bildung leisten kann. Lehrerinnen und Lehrer geben dort alles für Kinder und Jugendliche, die individuelle Begleitung und etwas mehr Zeit brauchen – und sie erreichen damit Erstaunliches."

Dünkel erlebt immer wieder Schülerinnen und Schülern, die an anderen Schulformen nicht die Chance bekommen haben, die sie verdient hätten, an der Mittelschule aber aufblühen – weil dort die Zeit und die persönliche Zuwendung vorhanden sind, die Kinder manchmal brauchen. Dies ist für den Abgeordneten ein klarer Beweis dafür, dass das dreigliedrige Schulsystem in Bayern wertvoll ist und erhalten bleiben muss, um eine optimale Förderung zu ermöglichen.   

Genau deshalb freut sich der Bildungspolitiker über die nun vorgestellten konkreten Maßnahmen zur Stärkung der Mittelschulen im Freistaat. Die Initiative bündelt drei Schwerpunkte: Zeit, Zukunft und Ziele. Schülerinnen und Schüler sollen künftig mehr Raum zum individuellen Lernen erhalten – etwa durch die Ausweitung des jahrgangsübergreifenden Lernens oder durch flexible Stundentafeln in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Praxisorientierung wird gestärkt durch Intensivpraktika, Berufsentwicklungsgespräche und projektorientierte Prüfungsformate. Und Lehrkräfte sowie Schulleitungen erhalten gezielte Fortbildungsangebote und neue Führungsmodelle, um den wachsenden pädagogischen Herausforderungen noch besser begegnen zu können.

Eine Erfolgsgeschichte – in Bayern und im Nürnberger Land

Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 207.000 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die bayerischen Mittelschulen – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Rund 96 Prozent der Prüflinge haben im vergangenen Schuljahr den mittleren Schulabschluss bestanden. Auch im Landkreis Nürnberger Land ist die Mittelschule fest verankert: Neun staatliche sowie eine private Mittelschule bieten rund 3.800 Schülerinnen und Schülern einen Bildungsweg, der sie individuell fördert und gezielt auf das Berufsleben vorbereitet.

„Diese Schulen sind ein unverzichtbarer Teil unserer Bildungslandschaft", betont Dünkel. „Die Mittelschule hat nicht den Ruf, den sie verdient. Denn was dort jeden Tag geleistet wird, verdient Respekt. Wir brauchen nicht nur Akademikerinnen und Akademiker, sondern junge Menschen, die bereit sind, eine Ausbildung zu machen und im Handwerk, in der Industrie und in vielen anderen Bereichen unsere Gesellschaft am Laufen zu halten. Die Mittelschule ist eine Erfolgsgeschichte – und mit dieser Initiative werden wir sie fit machen für die Zukunft."