Doppelhaushalt 2026/2027: Starke Investitionen in Sicherheit und Ehrenamt

Mehr als 433 Millionen Euro für Feuerwehren, Katastrophenschutz und Rettungsdienste

28.04.2026 | München
MdL Norbert Dünkel ist im Landtag als Sprecher zuständig für Feuerwehren, Katastrophenschutz und Rettungsdienste. Foto: M. Keilholz.
MdL Norbert Dünkel ist im Landtag als Sprecher zuständig für Feuerwehren, Katastrophenschutz und Rettungsdienste. Foto: M. Keilholz.

Der Bayerische Landtag hat den Doppelhaushalt 2026/2027 verabschiedet – ein Gesamtvolumen von 168,5 Milliarden Euro für die Zukunft des Freistaats. Für den Landtagsabgeordneten Norbert Dünkel, Mitglied des Innenausschusses sowie als Sprecher für Feuerwehren, Katastrophenschutz und Rettungsdienste an den Beratungen maßgeblich beteiligt, ist dieser Haushalt ein unmissverständliches Bekenntnis zur Sicherheit vor Ort: „Was jetzt beschlossen wurde, kommt direkt bei den Menschen an – bei den ehrenamtlichen Feuerwehrkräften und den Gemeinden, bei den Rettungsdienstmitarbeitern und bei all jenen, die rund um die Uhr für unsere Sicherheit da sind."

Das Herzstück des Haushalts aus Sicht des Feuerwehr-Sprechers: Über 433 Millionen Euro stehen im Doppelhaushalt allein für Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutz bereit. Hinzu kommen im Jahr 2026 zusätzlich 20 Millionen Euro aus dem Bundessondervermögen Infrastruktur und Klimaschutz, die gezielt für Katastrophenschutz und Rettungsdienst eingesetzt werden.

Besonders bedeutsam für die kommunale Ebene: Die gesamten Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer – rund 132,4 Millionen Euro im Jahr 2026 und 135 Millionen Euro im Jahr 2027 – fließen vollständig in die Förderung der Feuerwehren. Das Geld kommt den Kommunen direkt zugute: für neue Fahrzeuge und Ausrüstung, für den Bau und die Sanierung von Feuerwehrhäusern sowie für die Ausbildung.

Konkret werden die Förderbeträge für die vier meistgenutzten Standardfahrzeugtypen – TSF, TSF-W, MLF und LF10 – um 25 Prozent angehoben. Gerade für kleinere Gemeinden im ländlichen Raum bedeutet das eine erhebliche finanzielle Entlastung bei der dringend notwendigen Fahrzeugbeschaffung. Darüber hinaus führt Bayern künftig eine zentrale Beschaffung größerer Einsatzfahrzeuge ein, was Kosteneinsparungen von bis zu 150.000 Euro pro Fahrzeug ermöglichen kann – Mittel, die die Kommunen anderweitig einsetzen können.

Beim Bau und der Sanierung von Feuerwehrhäusern gibt es ebenfalls spürbare Verbesserungen: Der staatliche Festbetrag pro Stellplatz bei Neubauten und Generalsanierungen wurde von 121.000 Euro auf 160.000 Euro erhöht. Zudem sind erstmals auch geschlechtergetrennte Sanitäreinrichtungen in bestehenden Feuerwehrhäusern förderfähig – ein wichtiger Schritt, um den Feuerwehrdienst auch für Frauen noch attraktiver zu gestalten und das Ehrenamt langfristig zu stärken. Gemeinden, die Projekte gemeinsam mit Nachbarkommunen realisieren, erhalten sogar einen zusätzlichen Förderzuschlag von zehn Prozent.

„Gerade im Nürnberger Land, wo wir viele kleine und mittlere Feuerwehren haben, die im Verbund arbeiten, sind das ausgesprochen gute Nachrichten. Wer kooperiert, wird belohnt", so der Abgeordnete.

Katastrophenschutz: Neue Strukturen für neue Bedrohungen

Die Bedrohungslage hat sich verändert – das spiegelt sich auch im Haushalt wider. Für das Sonderprogramm „Katastrophenschutz.Bayern 2030" sind im Doppelhaushalt rund 64,8 Millionen Euro eingeplant: 30,3 Millionen Euro für 2026 und 34,5 Millionen Euro für 2027. Das Gesamtbudget für den Katastrophenschutz beläuft sich auf rund 80,8 Millionen Euro für beide Jahre. Für den Ausbau des Bayerischen Zentrums für besondere Einsatzlagen in Windischeschenbach sind allein 13 Millionen Euro vorgesehen. Zudem werden für den Aufbau moderner Sirenensysteme 4 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt bereitgestellt, ergänzt durch Bundesmittel in Form von Verpflichtungsermächtigungen über 15 Millionen Euro.

Rettungsdienst und Integrierte Leitstellen

Auch der Rettungsdienst wird gestärkt: 45,3 Millionen Euro stehen für die Integrierten Leitstellen bereit, um die technische Ausstattung auf dem neuesten Stand zu halten – jene Leitstellen, die im Ernstfall die Einsatzkräfte im gesamten Freistaat, auch im Nürnberger Land, koordinieren. Für die Ausbildung von Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern werden zusätzlich 1,1 Millionen Euro bereitgestellt.

Ein Signal für den ländlichen Raum

Für Norbert Dünkel, der selbst seit Jahrzehnten im Feuerwehrwesen verwurzelt ist und die Freiwillige Feuerwehr Hersbruck als Ehrenvorsitzender verbunden bleibt, geht der Haushalt weit über Zahlen hinaus: „Unsere Sicherheit liegt auf den Schultern des Ehrenamtes. In unserer Region sind es die Freiwilligen, die mitten in der Nacht aufstehen, die nach einem langen Arbeitstag ausrücken, die ohne Wenn und Aber helfen. Sie verdienen Unterstützung – und die liefert dieser Doppelhaushalt. Ich bin froh und stolz, daran mitgewirkt zu haben."