Barrierefreiheit am Bahnhof Ochenbruck kommt

230.000 Euro Förderung vom Freistaat Bayern zugesagt

09.01.2026 | München / Schwarzenbruck
Der Bahnhof in Ochenbruck soll in diesem Jahr modernisiert werden. Foto: Derzno/Wikipedia
Der Bahnhof in Ochenbruck soll in diesem Jahr modernisiert werden. Foto: Derzno/Wikipedia

Der Bahnhof Ochenbruck wird barrierefrei und zugleich umfassend aufgewertet. Wie der Landtagsabgeordnete Norbert Dünkel mitteilt, hat Bayerns Verkehrsminister die Förderfähigkeit für den barrierefreien Zugang auf der Rummelsberger Seite offiziell bestätigt. Damit ist ein zentrales Projekt gesichert, das bislang aufgrund hoher Kosten offen war.

„Das ist ein starkes Signal für die Menschen vor Ort – insbesondere für Pendlerinnen und Pendler sowie für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste“, betont Dünkel. „Gerade im Umfeld von Rummelsberg mit Klinik und sozialen Einrichtungen ist Barrierefreiheit zwingend notwendig.“

Das Vorhaben wird nach Art. 13f des Bayerischen Finanzausgleichsgesetzes (BayFAG) als förderfähig anerkannt und in das staatliche Förderprogramm aufgenommen. Von den veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von rund 330.000 Euro gelten voraussichtlich etwa 324.000 Euro als zuwendungsfähig. Der Freistaat Bayern stellt hierfür eine Festbetragsförderung in Höhe von 230.000 Euro in Aussicht. Die Regierung von Mittelfranken ist ermächtigt, die Bewilligung auszusprechen und die Mittel entsprechend dem Baufortschritt auszuzahlen.

Zukunftsbahnhof Ochenbruck

Der nun mögliche barrierefreie Ausbau fügt sich in die weitergehenden Pläne der Deutschen Bahn ein, den Bahnhof Ochenbruck im Zuge der Streckensanierung Nürnberg–Regensburg zu einem sogenannten „Zukunftsbahnhof“ zu entwickeln. Zwischen Februar und Juli der anstehenden Bauphase sollen Bahnsteige, Unterführung und das Bahnhofsumfeld modernisiert werden. Vorgesehen sind unter anderem neue Aufzüge, moderne Beleuchtung, zusätzliche Sitz- und Wartemöglichkeiten, verbesserte Fahrradabstellplätze sowie eine neugestaltete Personenunterführung mit einem einheitlichen Gestaltungskonzept.

„Dass der Freistaat hier Verantwortung übernimmt, ist besonders wichtig“, so Dünkel. „Im Gemeinderat war der barrierefreie Zugang auf der Rummelsberger Seite lange umstritten, weil die Kosten für die Kommune kaum tragbar waren. Mit der staatlichen Förderung ist nun der Weg frei für eine Lösung, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird.“

Dünkel hebt hervor, dass es sich dabei nicht nur um eine bauliche Maßnahme handle, sondern um eine Investition in Teilhabe, Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs und die Zukunftsfähigkeit des Standorts Ochenbruck. Er dankt der Gemeinde Schwarzenbruck, der Regierung von Mittelfranken sowie allen Beteiligten für die konstruktiven Gespräche und kündigt an, den weiteren Fortgang des Projekts weiterhin eng zu begleiten.

„Der Bahnhof Ochenbruck ist ein wichtiger Zugang zur Region – mit dem barrierefreien Ausbau und den Maßnahmen der Deutschen Bahn wird er diesem Anspruch künftig deutlich besser gerecht.“