Mit einer durch Fraktionsinitiativen finanzierten Studie haben die Landtagsfraktionen von CSU und FREIEN WÄHLERN ihr Ziel erreicht, die Betriebszeiten für die Luftrettung in Bayern auszuweiten. Die Rettungshubschrauber können nun auch bei Dämmerung und einsetzender Dunkelheit starten – ein entscheidender Impuls für die medizinische Sicherheit im gesamten Freistaat. Auf Grundlage der Studienergebnisse hat der Ministerrat heute beschlossen, die Betriebszeiten an fünf Hubschrauberstandorten – Bayreuth, Ochsenfurt, Ingolstadt, Kempten und Suben – auszuweiten. Künftig gelten dort erweiterte Flugzeiten: während der Winterzeit bis 20:15 Uhr, im Sommer bis 21:45 Uhr – und damit bis zu drei Stunden länger als bisher.
„Sicherheit darf keine Frage der Uhrzeit sein. Wenn ein Rettungshubschrauber in den Abendstunden noch startet, kann das bei einem Unfall oder Herzinfarkt entscheidend sein. Das mit unserer Hilfe finanzierte Gutachten zeigt deutlich, wie und an welchen Standorten längere Betriebszeiten den größten Nutzen für Patientinnen und Patienten bringen. Es belegt wissenschaftlich fundiert die Vorteile längerer Betriebszeiten, besonders für die medizinische Versorgung ländlicher Gebiete. Damit nehmen wir die Herausforderungen an, die Änderungen von Einsatzgeschehen und Kliniklandschaft an uns stellen. Die Menschen in Bayern können sich auch künftig darauf verlassen, dass im Notfall rechtzeitig Hilfe kommt.“
Alfred Grob, Sprecher für Polizeifragen:
„Die Ausweitung der Luftrettungszeiten ist ein klares Bekenntnis für gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern. Damit schaffen wir die Voraussetzung, Woche für Woche Leben zu retten. Gerade in Regionen, in denen Kliniken zusammengelegt oder spezialisiert werden, dürfen die Menschen nicht das Gefühl haben, abgehängt zu werden. Wenn die Hubschrauber künftig länger einsatzbereit sind, bedeutet das im Ernstfall noch bessere Chancen auf eine schnelle Versorgung. Gerade für Familien, Pendler und Freizeitsportler bedeutet das ein spürbares Plus an Sicherheit. Die Entscheidung zeigt außerdem unseren Respekt für die Einsatzkräfte der Luftrettung. Sie sind mittlerweile einfach unverzichtbar für eine wirksame Rettungskette.“
Bernhard Heinisch, Sprecher für Rettungsdienste der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion:
„Um Effekte und Machbarkeit einer Randzeitenausweitung im Luftrettungsdienst präzise analysieren zu können, haben wir FREIE WÄHLER im Landtag gemeinsam mit unserem Koalitionspartner über eine Fraktionsinitiative ein wissenschaftliches Gutachten beim Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement der LMU München finanziert. Diese landesweite Begutachtung war bundesweit einmalig, womit Bayern seine Vorreiterrolle im Rettungswesen erneut unterstreicht. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig dieses Vorhaben ist.
Denn obwohl der Freistaat mit elf Rettungstransporthubschraubern (RTH) und vier Intensivtransporthubschraubern (ITH) über eine hervorragende Flotte verfügt, durften die RTH in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden wegen mangelnden Tageslichts bislang meist nicht abheben. Gerade vor dem Hintergrund einer stetigen Weiterentwicklung der flugtechnischen Ausstattung stellt die nun beschlossene Ausweitung der Tagesrandzeiten einen entscheidenden Fortschritt dar, um zusätzliche Leben retten zu können. Für uns FREIE WÄHLER steht fest: Unsere Rettungsdienste sorgen täglich für maximale Sicherheit – durch die Ausweitung der Flugzeiten kann die Luftrettung ab sofort noch effektiver agieren.“
